Freitag, 21. Januar 2011
Endlich volljährig!
Die gute alte Tante grüne hochschulgruppe(*offene liste) hat heute Geburtstag!
Sie wird 18 Jahre alt! Hammer! Wer hätte das damals auf dem Gründungstreffen gedacht?

Und weil wir nicht nur ein perfekt geführtes Archiv haben (das im letzten Jahr aufgrund von jusoesken Aufräummaßnahmen etwas gelitten hat!), sondern auch ambitionierte HöhlenforscherHistorikerInnen, ist auch pünktlich zur großen Jubelfeier das Gründungsprotokoll aufgetaucht (hier erstmal nur die erste Seite...):



Das ganze Oeuvre in aller epischen und formalen Breite gibt es hier.

Um es mal ganz vorsichtig zu sagen: ganz so formal und parteinah würden wir es heute wohl nicht mehr aufsetzen.

Dessen ungeachtet wird es anlässlich dieser Jubelfeier sicherlich noch einige Veranstaltungen (schaffen wir 18?) und eine nette Party mit vielen Ehemaligen geben....

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Donnerstag, 23. Dezember 2010
Alle Jahre wieder:

Es weihnachtet sehr.

Schon Monate im Voraus haben sämtliche Kaufhäuser auf das Weihnachtsgeschäft umgerüstet, Glühwein und Eierpunsch erleben ihr alljährliches Verkaufshoch und mit Einbruch der dunklen, kalten Winterszeit werden die Lichterketten und die Dekoration aus dem Keller geholt, so dass das Heim abends in gemütlichem Licht erstrahlt. Rechtzeitig die Weihnachtsgeschenke gekauft, damit man dem Gewühle und den endlosen Schlangen vor der Kasse entgeht – mit Dauerbrennern wie Parfüm, Büchern und Unterhaltungselektronik liegt man immer richtig. Friede, Freude, Eierkuchen: Es kann kommen, das Fest der Liebe!

Etwa 250 Euro plant der Durchschnittsbürger für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Damit die Geschenke auch schön festlich aussehen, wird natürlich nicht an glitzerndem Geschenkpapier, Schleifchen und Bändern gespart: 8000 Tonnen Geschenkpapier werden zu Weihnachten verbraucht, überwiegend aus Urwaldholz hergestellt. Das entspricht 40 000 gefällten Bäumen. Dazu kommen circa 28 Millionen, die als Weihnachtsbäume gedacht sind, 80% davon in Monokulturen gezüchtet und kräftig gespritzt und gedüngt. Nordmanntannen werden bevorzugt aus anderen EU-Ländern, allen voran Skandinavien, importiert, wodurch eine zusätzliche Umweltbelastung durch CO2 entsteht. Am ersten Weihnachtstag werden ferner 120 Millionen Kilowattstunden Strom mehr als im Schnitt verbraucht (so viel benötigen sonst etwa 34.000 Haushalte im ganzen Jahr).
In zwei Dritteln aller Haushalte kommt zu Weihnachten Gans auf den Tisch. Meistens ein tiefgekühltes Federvieh aus dem Discounter, aus Polen oder Ungarn importiert, das in wenigen Wochen durch brutale Zwangsernährung auf Weihnachtsbraten-Gewicht gemästet wurde. Zuweilen werden die Gänse sogar bei lebendigem Leib gerupft, damit die nachwachsenden Daunen sich auch noch verkaufen lassen. Alle Jahre wieder. Fröhliche Weihnachten.

Dabei könnte es auch anders aussehen… Für alle, die Weihnachten feiern, hier ein paar Tipps: Weihnachtsbäume müssen nicht über lange Strecken eingeführt werden. Am besten ist natürlich, man kauft den Baum direkt beim Förster. Er bietet Bäume an, die ohnehin bei der Waldpflege gefällt wurden. Teilweise besteht auch die Möglichkeit, Bäume unter Anleitung selbst zu schlagen. Alternativ dazu kann ein Baum aus ökologischem Anbau bedenkenlos gekauft werden, erkennbar beispielsweise an dem Siegel des FSC (Forest Stewardship Council). Diese NGO setzt sich für nachhaltige Waldbewirtschaftung ein und bietet einen elektronischen „Marktplatz“ fürFSC-Holzprodukte aller Art. Ein PVC-Bäumchen mag zwar auf den ersten Blick umweltfreundlicher weil wiederverwendbar erscheinen, wird aber auch irgendwann unansehnlich und wandert auf den weiter wachsenden Müllberg.
Auch beim Baumschmuck lässt sich die Umwelt schonen: Lichterketten sollte man nicht Tag und Nacht angeschaltet lassen – was nützt der Lichterglanz, wenn kein Mensch im Raum ist? Energie sparender und fast noch gemütlicher lässt Kerzenlicht das weihnachtliche Wohnzimmer erstrahlen (hier sollte man allerdings Kerzen aus natürlichem Material wie Stearin oder Bienenwachs wählen: Paraffin-Kerzen sind nicht nur unökologisch, sie rußen auch stärker). Anstelle von Lametta und bunten Kunststoff-Figuren bietet sich als Baumschmuck alles an, was aus der Natur kommt: Strohsterne, Zimtstangen, Figuren aus Wachs. Auf Kunstschnee aus der Sprühdose sollte man verzichten: Schneeflocken aus Watte bieten eine umweltfreundlichere Alternative. Und wer seinen Baum mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen dekoriert, kann dann die Weihnachtszeit über davon naschen.

Geschenke lassen sich auch in verziertes Altpapier oder in bunte Seiten aus Zeitungen verpacken. Tapeten- und Stoffreste eignen sich bestens als Deko-Elemente. Derart verpackte Geschenke sind persönlicher und der Kreative kann sich richtig austoben.
Aber was soll man nur schenken? Bei dem allweihnachtlichen Gehetze durch die Stadt, getrieben von dieser einen Frage, lohnt ein Blick auf ein paar Alternativen. Warum Geld für ein Buch ausgeben, das dann doch nur ungelesen im Schrank steht? Die schönsten Geschenke sind die einfallsreichen. Leider verwerfen immer mehr Menschen den Gedanken, Selbstgebasteltes oder -geschriebenes zu schenken. Dabei ist doch eine liebevoll zusammengestellte Fotocollage, ein selbst gekochtes Essen oder eine gut vorbereitete gemeinsame Unternehmung um einiges schöner als die immer gleichen Dauerbrenner. Für „nachhaltiges Schenken“ bieten sich natürlich auch fair gehandelte Produkte an: Wer derlei ganz in der Nähe sucht, sollte mal im Welthaus an der August-Bebel-Straße vorbei schauen.

Eine Überlegung wert ist auch, anstelle großer, eigentlich doch überflüssiger Geschenke eine Spende zu verschenken. Viele gemeinnützige Organisationen sind finanziell auf Spenden angewiesen; ein Spendensiegel, beispielsweise vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen ausgegeben, bietet Sicherheit, dass das Geld auch dort ankommt, wo es ankommen sollte. Zu erwähnen ist allerdings, dass Organisationen für den Erwerb eines derartigen Siegels Geld (ca. 500 Euro) zahlen müssen, das erst einmal in die Verwaltung und den Werbeetat fließt.
Andererseits wird so die Überprüfung der Seriosität der Organisationen finanziert – und Hilfsaktionen in Katastrophen- oder Krisengebieten kosten viel Geld, das auch geworben werden muss (die Verwaltungskosten dürfen indes 35% nicht überschreiten, sonst wird kein Spendensiegel zuerkannt). Natürlich kann man ebenso ortsansässige Initiativen oder Vereine unterstützen oder einfach mal seinen Nachbarn helfend unter die Arme greifen. Damit „Weihnachten“ keine leere Phrase bleibt.

Fröhliche Weihnachten!

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Sonntag, 31. Oktober 2010
Kneipenabend mit der ghg*ol am 8.11. im Irish Pub
Wie schon oft zu Semesterbeginn lädt die ghg*ol auch in diesem Wintersemester zu einem gemütlichen Kneipenabend ein. Wer also Lust hat mit uns über unsere Themen, Positionen oder andere universitären, gesellschaftlichen oder ökologischen Ideen und Probleme zu sprechen oder uns einfach einmal kennenlernen möchtet, ist dazu eingeladen.

Der Kneipenabend findet am

08.11
um 20 Uhr
im Irish Pub am Rathaus

statt. Für diejenigen, die nicht wissen, wo sich dieser befindet oder eh von der Uni aus los fahren, gibt es einen Treffpunkt um 19:30 Uhr an der Haupteingangstreppe in der Uni.

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Und wieder sorgt das Dezernat FM für Freude...
Das Dezernat Facility Managment (FM) findet nach wie vor großen Gefallen daran, die Studierenden der Uni Bielefeld zu drangsalieren - insbesondere diejenigen, die in der Uni mehr sehen als einen Ort, der ausschließlich zur Wissensproduktion genutzt werden kann.
Deshalb hat die ghg*ol auf der StuPa-Sitzung am vergangenen Donnerstag den folgenden Antrag gestellt, der mit großer Mehrheit angenommen wurde.

Antrag:
Das Studierendenparlament fordert das Dezernat Facility Management und das Rektorat auf, studentische Initiativen und studentische Kultur nicht weiter einzuschränken und bestehende Restriktionen aufzuheben. Der Studierendenschaft müssen Möglichkeiten bereitstehen, die Uni kulturell mitzugestalten und zu nutzen. Anstatt dies jedoch zu fördern, ist die Verwaltung konsequent bemüht, studentischen Initiativen Steine in den Weg zu legen, so zum Beispiel bei der Nutzung des Audimins, der Hallennutzung und der Plakatierung. Es ist weder logisch noch akzeptabel, dass lediglich zwei Stände von studentischen Initiativen und Hochschulgruppen pro Tag in der Halle stehen dürfen. Ebenso inakzeptabel ist die Tatsache, dass studentische Meinungsäußerung unterbunden wird, indem Plakatierung zunehmend untersagt wird. Die Auflagen, die bei Audiminpartys mittlerweile bestehen, wie zum Beispiel die vorgeschriebene Anmeldung einer Veranstaltung beim Dezernat FM mindestens 14 Tage zuvor und die hohen Kosten, um unter anderem unbenötigtes „Sicherheitspersonal“ anzustellen, verhindern in vielen Fällen faktisch das Stattfinden von studentischen Veranstaltungen. Verstärkt wird diese Entwicklung durch das Verbot von Audimin-Partys vor Feiertagen.
Deshalb fordert das Studierendenparlament die Rücknahme der Beschränkungen. Das Audimin sollte dem AStA und damit der Studierendenschaft unter Abstimmung mit Veranstaltungen im Audimax zur Verfügung stehen – ohne weitere Einschränkungen und unter Verzicht auf den Einsatz des Sicherheitsdienstes. Weiterhin sollen die Plakatwände auf der Galerie im ersten Hallendrittel unter anderem von studentischer Seite genutzt werden dürfen, ebenso wie die Halle ohne überzogene Einschränkungen studentischen Initiativen für Stände und ähnlichem zur Verfügung stehen soll.

Begründung:
Obgleich es bereits mehrere StuPa-Beschlüsse zu diesem Thema gab und sich AStA, studentische Hochschulgruppen, Fachschaften und andere studentische Initiativen gegen die zunehmenden Beschneidungen von studentischen Rechten eingesetzt haben, lässt sich kein Einlenken seitens des Dezernats FM erkennen. Dieses ist offenbar bestrebt, immer weitere Beschränkungen durchzusetzen. Insbesondere das Vorgehen des Dezernats ist hier negativ zu erwähnen: Anstatt ein Gespräch zu suchen und diesbezügliche Entscheidungsprozesse offen und partizipativ zu gestalten, gehört es zur Politik des Dezernats FM, die Studierendenschaft vor vollendete Tatsache zu setzen und dauerhaft zu zermürben. So werden Absprachen nur kurzzeitig eingehalten und immer wieder neue Restriktionsmechanismen ins Leben gerufen.
Anscheinend wird eine stumme Studierendenschaft gewünscht, die keine Meinung vertritt und die Uni ausschließlich als Ort des Bildungskonsums betrachtet.

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